01
Ablauf
Von der Anfrage bis zum Nachweis
Zwei Ebenen: was in Ihrem Betrieb passiert, und was am einzelnen Gerät geprüft wird. Beides sollten Sie kennen, bevor Sie beauftragen.
02
Sechs Schritte im Betrieb
Die rechte Spalte zeigt, was von Ihnen gebraucht wird. Alles andere übernehmen wir.
Mengengerüst aufnehmen
10 MinutenWie viele Prüfstellen, welche Gerätearten, wie viele Standorte, Erst- oder Wiederholungsprüfung. Ohne diese Angaben ist kein Angebot kalkulierbar.
Ihr BeitragSie nennen Anzahl und Art der Betriebsmittel.
Angebot und Terminfenster
nach AufnahmeSie erhalten eine Kalkulation, die Anfahrt, Dokumentation und Kennzeichnung ausweist, mit klarer Abgrenzung, was enthalten ist.
Ihr BeitragSie prüfen und geben frei.
Termin abstimmen
vor dem EinsatzZugänge, Schlüsselregelung, Ansprechpartner vor Ort, Abschaltfenster. Wenn der Betrieb nicht unterbrochen werden darf, wird das hier festgelegt.
Ihr BeitragSie benennen einen Ansprechpartner und regeln den Zugang.
Prüfung vor Ort
je nach UmfangJedes Betriebsmittel wird erfasst, geprüft und gekennzeichnet. Der fachliche Ablauf am Gerät folgt unten.
Ihr BeitragSie stellen den Zugang sicher.
Dokumentation und Übergabe
nach dem EinsatzPrüfbericht mit Messwerten, Gerätestamm, Mängelliste und dokumentierter Fehlerquote, die Grundlage, mit der Sie Ihre Prüffrist begründen.
Ihr BeitragSie legen den Nachweis in Ihre Arbeitsschutzdokumentation.
Wiedervorlage
vor FristablaufErinnerung vor Ablauf der Frist, Fortschreibung des Gerätestamms für Neuzugänge, Nachprüfung beseitigter Mängel.
Ihr BeitragSie melden Neuanschaffungen, den Rest übernehmen wir.
03
Was am Gerät geprüft wird
Der fachliche Ablauf folgt der Reihenfolge der Norm. Sie ist nicht beliebig: Gemessen wird vor dem Erproben, weil das Gerät erst nach den Messungen als elektrisch sicher gilt.
- 1
Besichtigen
SichtprüfungGehäuse, Anschlussleitung, Stecker, Zugentlastung, Biegeschutz, Bedienelemente, Lüftungsöffnungen, Aufschriften und Warnhinweise. Ein erheblicher Teil aller Mängel wird hier gefunden, ohne ein einziges Messgerät.
Geräte, die die Sichtprüfung nicht bestehen, gehen in die Fehlerquote ein. Wer sie unerfasst entsorgt, verfälscht die eigene Fristgrundlage.
- 2
Messen
Schutzleiter, Isolation, AbleitstromSchutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand und je nach Schutzklasse Schutzleiterstrom, Berührungsstrom oder Ersatzableitstrom. Die Messwerte werden gegen die Grenzwerte der Norm bewertet und aufgezeichnet.
Die Aufzeichnung der Messwerte ist nicht Pflicht, aber sinnvoll: Über mehrere Zyklen lässt sich ein Trend erkennen und die Frist belegen.
- 3
Erproben
FunktionsprüfungErst nach den Messungen wird das Gerät in Betrieb genommen: Schalter, Schutzeinrichtungen, Not-Aus, bestimmungsgemäße Funktion.
- 4
Bewerten
Ergebnis feststellenDie Prüfperson bewertet das Ergebnis und entscheidet: bestanden, Mangel ohne unmittelbare Gefahr, oder Weiterbetrieb nicht zulässig.
Die Bewertung obliegt der Prüfperson. Die Entscheidung über den Weiterbetrieb trägt der Unternehmer.
- 5
Dokumentieren
Bericht und KennzeichnungEindeutige Identifikation des Betriebsmittels, Datum und Umfang, Prüfanlass, Ergebnis, Frist, Prüfperson, verwendetes Prüfgerät und Unterschrift. Dazu die Kennzeichnung am Gerät.
Für Betriebsmittel an wechselnden Orten verlangt die Betriebssicherheitsverordnung einen Nachweis am Einsatzort. Die Prüfplakette ist dafür der übliche Weg.

Das ist die Kennzeichnung, die nach der Prüfung am Gerät bleibt. Der Ring nennt den nächsten Prüftermin, hier Monat 8, Jahr 2028. Die Seriennummer verbindet das Gerät mit seinem Eintrag im Prüfbericht.
Grundlage: DIN VDE 0701-0702 für ortsveränderliche Betriebsmittel, DGUV Vorschrift 3 § 5 und DGUV Information 203-071. Die Reihenfolge und der Umfang können sich je nach Geräteart und Schutzklasse unterscheiden.
04
Nächster Schritt
Schritt 01 dauert etwa zehn Minuten. Danach wissen Sie, was die Prüfung für Ihren Betrieb bedeutet, zeitlich und finanziell.

